Coach Brunnbbauer berichtet: So war Dublin

Die WM-Kämpfe der Bronzemedaillengewinnerin

Siegerehrung der Junioren-WM 2016: Marie Oßner vorne rechtsim Bild.

Siegerehrung der Junioren-WM 2016: Marie Oßner vorne Zweite von rechts.

Dublin/Geisenhausen. Wie war das jetzt in Dublin mit dem Medaillengewinn von Marie Oßner, der 16jährigen aus den Reihen des KSV? Eine Frage, die in den letzten Tagen immer mehr Sportfans sich und an die Redaktion stellten. Coach Rudi Brunnbauer hat jetzt sein Versprechen eingelöst und uns einen Bericht über das Kampfgeschehen in der irischen Hauptstadt Ende August übermittelt, den wir hier weitergeben.

Konzentriert und ehrgeizig hatte sich nach seiner Schilderung das 16jährige Talent des KSV Geisenhausen für das Jahreshighlight vorbereitet. Und die harte Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht: Marie Oßner startete bereits stark in das Turnier und Runde um Runde gewann sie noch an Selbstvertrauen dazu. Strahlte das auf der Kampffläche aus und verunsicherte die Gegnerinnen. Anfänglich jedenfalls. Um sich auf einer WM zu platzieren,muß vom körperlichen Training im Vorfeld über die mentale Einstellung bis hin zum letzten Quäntchen Glück bei Tagesform und Auslosung alles stimmen. Denn das Turnier ist nach dem K.O. System organisiert, so daß jeder verlorene Kampf das Aus bedeutet.

Ein machbares Los in der ersten Runde garantierte einen guten Start in das Wettkampfgeschehen. Marie besiegte Österreich noch vor Ablauf der regulären Kampfzeit, denn nach einem Punktevorsprung von zehn Punkten wird der Kampf wegen technischer Überlegenheit beendet. Einer größeren Herausforderung mußte sich Marie daraufhin im Achtelfinale stellen: die Italiener sind bekannt, hervorragende Kämpferinnen in ihren Reihen zu haben. So hatte auch Alessia Costanzo bereits zahlreiche internationale Erfolge feiern dürfen. An diese konnte sie aber auf dieser WM nicht anknüpfen, denn in Marie Oßner fand sie ihre Meisterin. Voll konzentriert nutzte die KSV-Athletin jede Chance auf einen ihrer gefürchteten Konter und zog ins Viertelfinale ein.

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Erster WM-Auftritt, erste Medaille: Stolz präsentiert Marie Oßner Bronze

Von ihrem Sieg beflügelt, ließ Marie auch der irischen Gegnerin in der nächsten Runde keine Chance. Das Tempo, das die Nationalkämpferin aus Geisenhausen vorlegte, war schlicht zu hoch für die Irin, die als eine der Titelfavoritinnen gehandelt worden war. Nun also stand der Kampf um den Finaleinzug gegen Maries Angstgegnerin aus Ungarn an. Dieser Kontrahentin war Marie bereits im Finale der EM 2013 unterlegen gewesen und umso mehr war die Günzkofenerin entschlossen, sich nicht noch einmal geschlagen geben zu müssen. Mit allen Mitteln versuchte Marie, sich den variablen und blitzschnellen Techniken der Ungarin zu stellen, hatte jedoch am Ende das Nachsehen.

Nach der ersten Enttäuschung nach dem verlorenen Halbfinale überwiegt inzwischen dennoch die Freude über WM-Bronze. Das Highlight, für die Nationalmannschaft ausgewählt worden zu sein und die Gewißheit, an der Weltspitze mitkämpfen zu können, gibt Marie nun sicher Aufwind für die nächste Saison. Nach eigenem Bekunden ist sie fest entschlossen, ihre Freude am Sport und ihren Wettkampfgeist mit in das Trainingsgeschehen beim KSV zu tragen.

Fotos: Rudi Brunnbauer
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