CSU rechnet mit Ära von Altbürgermeister Robert Maier ab

Auch Landrat Peter Dreier in der Kritik – Ortsverband sieht sich auf Erfolgsweg – Aus der Jahreshauptversammlung

Geisenhausen. Zu ihrer Jahreshauptversammlung kamen in den letzten Märztagen die Mitglieder der CSU Geisenhausen im Gasthaus Oberloher zusammen. Die Ortsvorsitzende Manuela Wagenbauer stellte dabei den Tätigkeitsbericht vor. Vor allem die jährliche Maiandacht, die Betriebsbesichtigung bei der Firma Pöschl, die Informationsveranstaltung im Seniorenheim zum Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ sowie der Neujahrsempfang mit Festredner Josef Kraus im Pfaarsaal seien die Highlights des vergangenen Jahres gewesen.

Einig waren sich die CSU-Mitglieder in ihrer Einschätzung, der Ortsverband sei „sehr aktiv“ und man wolle dies auch so fortführen. Auch im laufenden Jahr seien unterschiedliche Veranstaltungen geplant, zunächst wolle man einen Auffrischungskurs für Erste Hilfe organisieren. Wagenbauer lobte in diesem Zusammenhang die gute und kollegiale Zusammenarbeit innerhalb der Vorstandschaft und dankte allen Aktiven für ihr Engagement. Schatzmeister Josef Kindl gab anschließend den Kassenbericht zum Besten. Die anschließende Entlastung der gesamten Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

In der anschließenden Diskussion über die Arbeit im Gemeinderat zeigte sich Elisabeth Rauchensteiner-Holzner als Sprecherin der CSU-Fraktion sehr zufrieden darüber, daß nach Jahren des Stillstandes nun durch ein vernünftiges Zusammenwirken aller Fraktionen endlich wieder Projekte angepackt und umgesetzt werden. Diese Fortentwicklung entspreche vollkommen den CSU-Vorstellungen. So habe man jahrelang für ein ganzheitliches Entwicklungskonzept zum kommunalen Städtebau plädiert. Schlecht weg kam in den Ausführungen der Fraktionssprecherin Geisenhausens Ex-Bürgermeister und Reff-Vorgänger Robert Maier. Rauchensteiner-Holzner warf ihm vor, er habe selbst Gemeinderatsbeschlüsse dazu schlichtweg ignoriert. Umso erfreulicher sei es, daß man sich nun fraktionsübergreifend auf das Integrierte städtebauliche  Entwicklungskonzept (ISEK) hat einigen können.

Rauchensteiner-Holzner führte weiter die Ausweisung von Wohnbau- sowie Gewerbe-/ Industriegebieten in der Erfolgsbilanz des Ortsvereins an. Die CSU setze sich besonders ein für die Ansiedlung und die Schaffung von Arbeitsplätzen vor allem durch mittelständische Unternehmen. „Kleinteiliges Wohngewerbe, wie es von Altbürgermeister Maier stets gefordert wurde, halten wir nach wie vor für den falschen Ansatz“, fuhr sie fort. Es sei für Geisenhausen förderlich, daß dies nunmehr im Gemeinderat mehrheitlich so gesehen wird.

Die CSU-Sprecherin begrüßte das klare Votum des Bürgerentscheids zur Freibadsanierung nachdem aufgrund der vielfältigen Vor- und Nachteile beider Wasserreinigungsvarianten im Gemeinderat keine klare Mehrheit zu finden war. „Nicht nur die CSU, auch die SPD/Neue Liste hat hier mit geteilter Meinung abgestimmt“, stellte Rauchensteiner-Holzner fest. 3. Bürgermeister Franz Wolfsecker ergänzte, daß es Robert Maier in 12 Jahren versäumt habe, auch nur einmal über die Sanierung des Freibades abstimmen zu lassen. 2010 habe es bereits den Beschluß gegeben, einen Informationsabend und eine Bürgerbefragung durchzuführen, was aber damals nicht zustande kam. „Die Verzögerungen der Freibadsanierung sind deshalb der jahrelangen Untätigkeit des letzten Bürgermeisters geschuldet“, konstatierte Wolfsecker.

Ihm war es als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Energie und Natur auch wichtig festzustellen, daß das Vorhaben „Nahwärmeversorgung Geisenhausen Ost“ dem Maßnahmenkatalog des Kommunalen Energienutzungsplans entspringt. Dieses hatte die Gemeinde beim Institut für systemische Energieberatung an der Fachhochschule Landshut vergeben. Unabhängig davon spreche sich die CSU aber selbstverständlich für eine nachhaltige Energieversorgung aus und hält eine Nahwärmeversorgung aus erneuerbarer heimischer Energie für durchaus unterstützenswert.

Die beiden Kreisrätinnen Anna Wolfsecker und Manuela Wagenbauer gaben anschließend einen Überblick zum Geschehen im Kreistag. Anna Wolfsecker stellte die Haushaltszahlen dar und berichtete über die neuesten Entwicklungen der Krankenhäuser von Lakumed.

Manuela Wagenbauer zeigte sich über die Arbeitskultur im Kreistag enttäuscht. So würden Sitzungen durch den Landrat nach freiem Belieben verschoben oder abgesagt, was eine konstruktive Arbeit erheblich erschwere. Auch könne man nicht den Eindruck gewinnen, daß im Landratsamt ein roter Faden für die Zukunft des Landkreises Landshut verfolgt wird: „Man hat eher den Eindruck, Landrat Dreier verstricke sich ins Tagesgeschäft, ohne Richtschnur, wo der Landkreis Landshut 2030 stehen soll!“ Wichtige Themen wie Wirtschaftsförderung oder Schuldenabbau würden auf die lange Bank geschoben, stattdessen verwende man den Ausschuß für Wirtschaftsförderung für Banalitäten wie den sogenannten „Leo-Bus“. „Hier läuft etwas gewaltig falsch!“ schloß Wagenbauer ihre Ausführungen.

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