Demnächst: „Visitenkarte deluxe“ auf Rädern

Der neue WC-Wagen vom Typ GAMO wird so ähnlich aussehen

Der neue WC-Wagen vom Typ GAMO wird so ähnlich aussehen

Geisenhausen. Da hat Bürgermeister Josef Reff wohl nicht übertrieben: Der seit 1992 im Einsatz befindliche gemeindeeigene WC-Wagen ist „in einem sehr schlechten Zustand und dringend sanierungsbedürftig.“ Der WC-Wagen wurde sowohl bei den örtlichen Veranstaltungen wie Märkten, Gemeindefesten oder am Rosenmontag eingesetzt und wird auch an Vereine sowie Privatpersonen vermietet. In den letzten elf Jahren sind so für die Gemeindekasse, bei 30 € Mietgebühr und insgesamt 186 Einsätzen an die 5.580 € geflossen.

Da WC’s in adäquatem Zustand, so der Bürgermeister unter beifälligem Kopfnicken der Räte, „auch eine Visitenkarte für die Veranstaltungen im Ort sind, sollte darüber nachgedacht werden, statt einer Sanierung für mehrere tausend Euro, einen neuen WC-Wagen zu kaufen.“ Er hatte deshalb die Verwaltung beuaftragt, drei Angebote einzuholen, die er dem Rat und den Sitzungsbesuchern im Bild vorstellte.

Zur Auswahl standen ein sehr solides Modell des Münchner Herstellers Wörmann für rund 23.000 €, ein Luxus-Modell der Firma GAMO – vergleichbare Ausstattung wie das Modell Wörmann, aber perfekter gestylt – und ein Modell vom Typ „Bauwagen“ für rund 13.000 EUR. Der neue „alte“ Bauwagentyp hatte trotz einer fundierten Argumentation von MGR Claus Barth – muß nicht alle zwei Jahre zum TÜV; benötigt keinen besonderen Führerschein für Zugfahrzeug; keine Versicherungspflicht, Anschaffungspreis mit rund 13.000 EUR nur halb so hoch – nicht den Hauch einer Chance.

Damit ihre „rollende Visitenkarte“ für die besonderen Anliegen von Festbesuchern dann auch wirklich den passenden Eindruck hinterläßt, beschlossen die Geisenhausener Marktgemeinderäte mit 15:1-Stimmen ihr „VIP-Modell“ für rund 26.000 € zudsätzlich mit Heizung und berührungslosen Wasserhähnen für die Handwaschbecken ausstatten zu lassen. Ob der Wunsch von MGRn Manuela Wagenbauer nach einem Wickeltisch erfüllt wird, steht noch in den Sternen. Technisch jedenfalls sollte der Lödlaer Hersteller aus der Nähe von Ravensburg dazu in der Lage sein. Die Mietkosten für den neuen WC-Wagen werden von derzeit 30 auf – dem Luxus geschuldet – dann 50 EUR angehoben.

Foto: Firmenprospekt GAMO

 

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