JL skeptisch bei provisorischer KiGa-Lösung

Geisenhausen. Am vergangenen Wochenende kamen die Mitglieder der Jungen Liste Geisenhausen zusammen, um sich über aktuelle Themen der Gemeindepolitik auszutauschen. Die beiden Marktgemeinderätinnen Julia Holzner und Manuela Wagenbauer informierten die Mitglieder der Jungen Liste und standen für Fragen zur Verfügung.

Manuela Wagenbauer schilderte als Jugendbeauftragte, daß im Gespräch sei, ob die Gemeinde einen gemeindlichen Jugendpfleger einstellen solle. Die Mitglieder waren sich einig, daß pädagogische Maßnahmen überwiegend im Rahmen der Schule umgesetzt werden und ein Streetworker für eine Gemeinde mit der Größe Geisenhausens nicht notwendig sei, insbesondere, nachdem Themen wie Jugendkriminalität und Drogenmißbrauch in Geisenhausen „glücklicherweise eine untergeordnete Rolle spielen und es dafür auf Landkreisebene bereits hervorragende Anlaufstellen gibt“.

Weiter begrüßte sie den Umbau des Bolzplatzes, weil damit das Freizeitangebot in Geisenhausen verstärkt wird. Kritisch zeigte sich Wagenabuer bezüglich der Situation in den Kindergärten. Hier baut die Gemeine aktuell auf eine provisorische Lösung wegen Platzmangels, die langfristig weder seitens des Landratsamtes genehmigungsfähig, noch für die Kinder und das Personal zumutbar sei. Die JL-Vertreterin bedauerte, daß seitens der Gemeinde noch keine konkreten Lösungsvorschläge in Angriff genommen wurden, um dem Problem zu begegnen.

Julia Holzner berichtete von der Grundstimmung im Gemeinderat. Diese sei nach wie vor sehr gut, man könne konstruktiv zusammenarbeiten und viele Themen würden endlich umgesetzt, auf die man lange Jahre hatte warten müssen. Das Lob der beiden jungen Kommunalpolitikerinnen galt auch der Verwaltung und Bürgermeister Reff. Die Sitzungen werden von der Verwaltung sehr gut vorbereitet und vom Bürgermeister ergebnisorientiert durchführt. „So macht das Arbeiten Spaß“, erklärten beide.

Lediglich der inkonsequenten Vorgehensweise beim Thema Freibadsanierung bringt man nur wenig Verständnis entgegen. Der erste Antrag für ein biologisches Reinigungssystem ergab ein Stimmenpatt im Gemeinderat und galt damit als nicht angenommen. In nächster Sitzung wurde dann die chemische Reinigungsvariante mehrheitlich komplett abgelehnt. „Konsequent wäre es gewesen, aufgrund der klaren Mehrheitsverhältnisse nach der Ablehnung der Chlorreinigung erneut über die biologische Reinigung abzustimmen. Dies wurde jedoch nach Darstellung der JL vom Bürgermeister verweigert, der sich dabei auf eine Auskunft durch das Landratsamt berief. Daß diese Auskunft unzureichend oder gar falsch war, steht nunmehr fest“, beschrieb Manuela Wagenbauer die Situation. Nun sei im Gemeinderat zu klären, ob man selbst eine Entscheidung über das Reinigungsverfahren durchführe oder ein Ratsbegehren stattfinden soll.

Abschließend dankte Julia Holzner den Anwesenden für ihr Interesse und die Anregungen für die Gemeindepolitik. Bei einem gemütlichen Plausch im Biergarten fand der Stammtisch bei hitzigen Temperaturen einen geselligen Ausklang.

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