KSV Sportler kehren mit Edelmetall aus Italien zurück

kampfszene beim pointfighting cup in legnano 2017 mit katharina flieser

Katharina Flieser (links): Kampfszene

Legnano/Geisenhausen. Um sich mit Europas Spitzenkämpfern auf dem „Pointfighting Cup“ zu messen, reisten Marie Oßner und Katharina Flieser vom KSV Geisenhausen am 31. März nach Legnano in Norditalien. Auf dem Kickboxturnier werden nur Kämpfe in der Disziplin „Pointfighting“ ausgetragen. Pointfighting bedeutet, daß der Kampf nach jedem Treffer kurz unterbrochen wird und die Punkte entsprechend vergeben. Das läßt die Disziplin dem olympischen Fechten ähneln. Es geht dabei vor allem um Schnelligkeit, Präzision und taktische Raffinesse.

Für den ersten Turniertag waren die Kämpfe der Erwachsenen angesetzt. Katharina startete in den beiden Kategorien der Damen unter 60 kg und der Damen unter 65 kg. Namhafte Gegnerinnen aus den Nationalteams der Schweiz und Italien bissen sich an der  deutschen Nationalkaderkämpferin die Zähne aus und so stand Katharina verdientermaßen zweimal im Halbfinale. Gegen Elena Pantaleo, die auf diesem Turnier in Höchstform war, fand Katharina kein adäquates Mittel und landete somit auf Platz drei. Entschlossen, es in der zweiten Klasse besser zu machen, stellte sie sich der mehrfachen Weltmeisterin Luisa Gullotti und es entwickelte sich ein packender Kampf mit ständig wechselnder Führung. In letzter Sekunde startete Katharina einen blitzschnellen Angriff und Luisa setzte zum Konter an. Die Schiedsrichter einigten sich, den Punkt Luisa zu geben und Katharina mußte sich trotz hervorragender Leistung ein zweites Mal mit Bronze zufrieden geben.

eindruecke vom pointfigting cup in legnano 2017- marie ossner

Ounkt für Marie Oßner (links)

Marie hatte bei den Damen unter 55 kg am ersten Tag wertvolle Erfahrungen gegen Livia Murvai aus Ungarn sammeln können, wenn sie auch diesen Kampf hatte nicht gewinnen können. Voller Siegeswillen startete die 17jährige am zweiten Tag in den Juniorinnenklassen unter 55 kg und unter 60 kg. Marie bekam die Leistungsdichte in ihrer stark besetzen Kategorie erneut zu spüren, als sie sich in der ersten Runde einer hochgewachsenen Italienerin nach einem packenden Kampf, der bis in die Verlängerung ging, geschlagen geben mußte.

Besser lief es in den Vorrunden der zweiten Wettkampfklasse, bis im Halbfinale der Damen unter 55 kg die gleiche italienische Gegnerin wartete. Doch Marie hatte schnell gelernt. Sie kämpfte abgeklärt und landete früh entscheidende Punkte, so daß sie sich dieses Mal durchsetzen konnte. Im Finale schließlich stand erneut Italien gegenüber. Der Kampf mußte allerdings vorzeitig abgebrochen werden, als Marie nach einem Treffer der Gegnerin Nasenbluten bekam und die Blutung nicht rechtzeitig zu stoppen war.

Glücklich einerseits über Silber und Bronze, jedoch vielmehr über die starken persönlichen Leistungen, ging es am Sonntagabend für Katharina und Marie wieder gen Heimat. Die beiden werden nun ihre Kämpfe analysieren und weitere Feinschliff-Arbeiten vornehmen, um den Erfolgskurs für die kommenden Wettkämpfe halten zu können.

Fotos: Rudi Brunnbauer
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