Marie Oßner holt deutschen Meistertitel nach Geisenhausen

Der KSV Geisenhausen feiert Erfolge bei den deutschen Meisterschaften im Kickboxen

marie ossner auf dem siegertreppchen der deutschen kickboxmeisterschaften 2016 mit urkunde und medaille

Eine strahlende Marie Oßner präsentiert stolz Urkunde und Goldmedaille – Deutsche Kickbox-Meisterin wird man ja nicht jeden Tag!

Bad Neustadt / Geisenhausen. Wie jedes Jahr um diese Zeit, stand kürzlich für die Wettkampfsportler des KSV Geisenhausen mit den deutschen Meisterschaften ein Highlight der Kickboxsaison auf dem Terminplan. Verletzungsbedingt war die Geisenhausener Delegation für das Turnier in Bad Neustadt an der Saale etwas kleiner als üblich. Die Motivation jedoch war so groß wie eh und je.

Gleich den allerersten Kampf des Turniers bestritt Antonia Landeck. Bei den Mädchen bis 28 kg in der Altersklasse unter zwölf Jahren behauptete sich das junge Talent in allen Vorkämpfen, setzte wunderbar die Anweisungen der Coaches um und zog verdient ins Finale ein. Dort traf sie auf eine junge Kickboxerin aus Braunschweig, die jüngstes Mitglied der Nationalmannschaft ist. Antiona fand trotz hervorragender Beinarbeit kein Mittel gegen die starken Beintechniken. Die Silbermedaille war ihr aber sicher und so darf sie sich von nun an deutsche Vizemeisterin nennen.

Den Anschluß machte Matthias Deutinger bei den Jungen bis 37 kg in der Altersklasse unter zwölf Jahren. Seine große Aufregung machte ihm etwas zu schaffen, doch er konnte

die athleten des ksv geisenhausen bei der dm 2016 und ihre betreuer

Von Links: Rudi Brunnbauer, Pauline Schlau, Antonia Landeck, Katharina Flieser, Uwe Alsdorf (Masseur), Matthias Deutinger, Marie Oßner, Alexander Korejwo und Franziska Moser.

sich dennoch einen ersten Sieg im Achtelfinale sichern. Im Viertelfinale wurde es allerdings nicht leichter für Matthias. In einem knappen Kampf auf Augenhöhe fehlte ihm schließlich die letzte Konsequenz in seinen Aktionen und das nötige Quäntchen Glück, um eine Runde weiterzukommen.

Alex Korejwo beeindruckte seine Gegner mit seiner energischen Kampfweise. Ehrgeizig wie immer, marschierte er durch bis ins Halbfinale. Auch hier setzte Alex wieder alles auf Sieg. Sein Gegner war jedoch gut auf den Fight eingestellt und ging die Auseinandersetzung klug an. Er konterte Alex‘ Angriffe immer wieder blitzschnell aus. Es entwickelte sich ein enger Kampf um den Finaleinzug, bei dem der Kontrahent aus Bremen am Ende die Nase vorn hatte. Alex landete somit auf Platz drei und sicherte sich Bronze.

alexander korejwo im vordergrund mit einem fussangriff

Alexander Korejwo im Vordergrund mit einem Fußangriff

Auch Franziska Moser, Günzkofen, konnte sich mit einer guten Leistung bis ins Habfinale vorkämpfen, mußte sich dort aber nach beherztem Kampf der Gegnerin aus Hessen geschlagen geben und durfte sich über die Bronzemedaille freuen.

Zu guter Letzt zeigte Marie Oßner, was sie kann. In einer stark besetzten Juniorenklasse bis 55 kg ließ sie keine Gelegenheit für ihre blitzartigen Faustangriffe aus und punktete souverän. Eine Kontrahentin nach der anderen hatte das Nachsehen gegen die Günzkofenerin im Team des KSV Geisenhausen.

marie ossner mit einer kontertechnik auf dem weg zum meistertitel

Marie Oßner (rechts!) mit einer Kontertechnik

Im Finale schließlich kam es zum Duell mit einer Mitstreiterin aus Berlin. Beide Mädchen sind Mitglied der Nationalmannschaft und entsprechend hoch war das Niveau des Kampfes. Nach Ablauf der regulären Kampfzeit hatten beide gleich viele Punkte verbucht, so daß es zur Verlängerung kam. Eine weitere Minute lang belauerten sich die beiden Sportlerinnen und erzielten wiederum gleich viele Treffer. Der Finalkrimi mußte also durch einen sogenannten „Golden Point“ entschieden werden: Der erste Treffer, den alle drei Schiedsrichter werten, würde den Sieg bedeuten. Eine Kontertechnik von Marie gegen den gegnerischen Sidekick-Angriff brachte die Entscheidung. Gold und der deutsche Meistertitel gingen an eine überglückliche KSV-Kämpferin.

Doch damit nicht genug: Am nächsten Tag nahm es Marie sogar mit den Erwachsenen bis 55kg auf. Nach einem klaren Sieg im Achtelfinale traf sie bereits im Viertelfinale auf die aktuelle Nummer 1 in Deutschland dieser Gewichtsklasse. Marie bewies große Nervenstärke, ließ sich nicht einschüchtern, sammelte Punkt für Punkt und zog tatsächlich in der wertung an der Gegnerin aus Stuttgart vorbei. Auch im Halbfinale ließ sie sich nicht stoppen, sondern sicherte sich den Finaleinzug. Die zweite Finalistin aus Baden-Württemberg war bekannt für ihre ausgezeichneten Kicktechniken. Marie setzte alles dagegen, was sie hatte. Immer wieder konnte sie Konterpunkte und Fausttreffer landen, jedoch zählte das Punktekonto der Gegnerin am Ende ein paar Punkte mehr. In diesem Fight blieb es bei der Silbermedaille für Marie Oßner.

vizemeisterin bei den deutschen kickboxmeisterschaften 2016 antonia landeck

Deutsche Vizemeisterin Antonia Landeck (2. v.l.)

Die deutschen Meisterschaften bildeten den Abschluß der ersten Wettkampfhälfte in der Saison 2016. Für die Geisenhausener Kickboxer geht es nun in eine etwas weniger trainingsintensive Phase, bevor die Vorbereitungen auf die Herbstturniere beginnen. Das Redaktionsteam gratuliert zu den meisterlichen Erfolgen auf jeder Stufe des Treppchens und wünscht jetzt erst einmal erholsame „Ferien“ im Glanz der Medaillen.

 

Fotos: KSV / Brunnbauer
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