Meisterlich: Die KSV-Mädels räumten in Berlin ab

Katharina Flieser mit zwei, Brunnbauer und Oßner mit je einem Titel bei den Deutschen Meisterschaften

Berlin / Geisenhausen. Umsonst würden die Kickboxer des Kampfsportvereins nicht nach Berlin zur Deutschen Meisterschaft fahren. Soviel stand schon im Vorfeld der Titelkämpfe des zweiten Juniwochenendes fest. Wenn auch im Juniorenbereich mit Lisa-Maria Schandl und Pauline Schlau gleich zwei amtierende Weltmeisterinnen verletzungsbedingt auf einen Start verzichten mußten, waren da noch zwei TOP-Favoritinnen: Celina Brecht und Marie Oßner. Mit dabei waren erstmals auch Antonia Landeck und Matthias Deutinger aus dem Perspektiv Team des KSV.

Matthias Deutinger

Matthias Deutinger (rechts) mit Sidekick

Antonia traf bereits im ersten Kampf auf eine entschlossene Gegnerin und mußte sich leider geschlagen geben. Keine Schande, beim ersten großen Turnier der eigenen Sportler-Karriere der späteren Deutschen Meisterin zu unterliegen. Auch Matthias Deutinger bekam es mit einem starken Gegner zu tun. Der KSV-Athlet lieferte sich aber einen Kampf auf Augenhöhe, in dem es nur ganz knapp nicht zum Sieg reichte. Landeck und Deutinger konnten in Berlin aber viel Erfahrung sammeln und werden in Zukunft sicher noch von sich hören lassen.

In der Abfolge der Titelkämpfe war es jetzt an Celina Brecht, die Titelansprüche der Geisenhausener Pointfighter zu untermauern. Sie ging als Favoritin an den Start, konnte souverän das Finale erreichen. Dort fand sie allerdings nicht ganz zu ihrer Meisterform und zog in letzter Sekunde den Kürzeren: der Siegtreffer ging an ihre Gegnerin aus Hessen. Deutsche Vizemeisterin und Silber sind jedoch kein schlechtes „Trostpflaster“. Franziska Moser bekam es im Halbfinale mit der späteren Deutschen Meisterin Melina Akin-Filiz zu tun. Knapp verpaßte sie die Sensation und freute sich über Bronze.

Auf alle Fälle besser machen wollte es die Günzkofenerin Marie Oßner, die bereits im Vorfeld der Meisterschaftskämpfe als heiße TOP-Favóriten gehandelt worden war. Sie bewies an diesem Tag eine wahrlich unschlagbare Form, warf ihre Gegnerinnen in allen Kämpfen vom Start bis in’s Finale durch technischen K.O. frühzeitig aus dem Titelrennen. Ihre mentale Stärke ließ es zu, daß sie auch das Finale vorzeitig beenden konnte. Marie Oßner holte überlegen den ersten Deutschen Meistertitel an diesem Tag für den Geisenhausener Verein.

Carolin Flieser zog ebenfalls überlegen ins Finale ein. Dort lieferte sie sich mit Stefanie Gleixner aus Bad Abbach ein packendes Duell. Zum Schluß blieb hier die Silbermedaille für Carolin übrig.

Katharina Flieser mit Sidekick

Katharina Flieser (links) mit Sidekick

In zwei Kampfdisziplinen fühlt sich inzwischen ihre ältere Schwester Katharina zu Hause. Die ehemalige Vize-Europameisterin knüpft immer mehr an ihre damalige Bestform an, als Favoritin hatten sie jedoch nicht alle auf dem Zettel stehen. Dabei hatte es einen Hinweis auf ihre Form bereits im Vorfeld der Titelkämpfe gegeben. Katharina hatte sowohl für Pointfighting als auch Leichtkontakt ihre Meldung abgegeben. Keine Überlegung für eine Sportlerin vom Format einer Flieser, wenn sie sich ihrer Sache nicht sicher wäre. Und die Entscheidung war goldrichtig, wie sich an diesem Tag zeigen sollte: Nach einem souveränen Finalsieg im Pointfighting lieferte sich Katharina Flieser im Leichtkontakt ein packendes Duell mit der Stuttgarterin Sophia Grießer. Der Fight war bis zur letzten Sekunde offen. Sprichwörtlich auf den letzten Drücker durfte sie sich, nach feudalem Endspurt in der dritten Runde, über den zweiten Titel an diesem Tag freuen.

Und noch eine TOP-Athletin des KSV ging an diesem Tag nicht leer aus. Johanna Brunnbauer gewann ihr Finale phänomenal überlegen durch technischen K.O. in der ersten Runde und freute sich über den Deutschen Meister Titel.

Damit, so Coach Rudi Brunnbauer, „haben die KSV Athletinnen wieder einmal bewiesen, daß sie zur Deutschen Spitze im Kickboxen zählen.“ Ein großes Lob von den Verantwortlichen des Vereines, spricht der Vereinsvorsitzende auch dem mitgereisten medizinischen Betreuer Uwe Alsdorf aus, der bereits seit Jahren die Mitglieder der Kampfmannschaft des KSV über das normale Maß hin betreut und zu seinen Schützlingen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, welches sich sowohl im körperlich-medizinischen als auch mentalen Bereich sehr positiv auswirkt.

Den sicher zahlreichen Glückwünschen zu den Titeln schließt sich die Redaktion an.

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