Vorsicht Autofahrer – Schulanfang!

Polizei kündigt verstärkte Schwerpunktkontrollen zum Schulanfang an

Vorsicht Schulkinder SWVilsbiburg. Die Polizei Vilsbiburg wird, beginnend ab Dienstag, 15. September, in den nächsten Wochen im Rahmen von Aktionstagen verstärkt Schwerpunktkontrollen durchführen. Hierbei wird auch die Laserpistole an Schulbushaltestellen zur Überwachung der Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit eingesetzt. Ein Hauptaugenmerk wird auch die Kontrolle der Gurtanlegepflicht und Sicherung der Kinder in den Fahrzeugen sein.

Von der Polizeiinspektion Vilsbiburg werden die Kontrollen mit Lasermeßgeräten in Hinblick auf den Beginn des Schuljahres 2015/2016 vor allem an Schulbushaltestellen und Fußgängerüberwegen durchgeführt. Leider sind viele  Autofahrer gerade an Schulbushaltestellen teilweise viel zu schnell unterwegs. Erster Polizeihauptkommissar Hermann Vogelgsang: „Die Straßenverkehrsordnung macht hier ganz eindeutige Auflagen: Bei Bussen, die dort mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen, ist auf beiden Fahrstreifen in Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Das bedeutet, daß mit maximal zehnkm/h dort gefahren werden darf!“. Verstöße dagegen können richtig teuer werden. So kostet es bereits 80 EUR und einen Punkt in der Verkehrssünderkartei, wenn ein Autofahrer dort mit 34 km/h ertappt wird. 440 EUR,  zwei Punkte, und zwei Monate Fahrverbot sind fällig, wenn ein Autofahrer außerorts mit 74 km/h und mehr an einem haltenden Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage – auch auf der Gegenfahrbahn – vorbeifährt. Innerorts kostet der gleiche Verstoß 480 EUR, jedoch drei Monate Fahrverbot.

Wie wichtig dem Gesetzgeber das Fahrverhalten an Schulbushaltestellen ist, zeigt auch die Tatsache, daß dies der einzige Fall ist, in dem die Aussage eines Polizeibeamten, daß keine Schrittgeschwindigkeit gefahren wurde, vor Gericht nicht anfechtbar ist. „Hier ist die Schätzung des Polizeibeamten völlig ausreichend,“ wie der Leiter der PI Vilsbiburg feststellt. In diesem Fall werden mindestens 15 EUR an die Staatskasse fällig. Es wird vor allem in Hinblick auf die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen – aber auch auf den eigenen Geldbeutel –  an die Vernunft und Selbstdisziplin der Autofahrer appelliert.

Darüber hinaus wird die Polizei aber im Rahmen ihrer Aktionstage noch mehr als sonst ihr Augenmerk auf die Haltepflicht an Fußgängerüberwegen – sprich Zebrastreifen – legen. Hier hat die Polizei wieder ein zunehmend verkehrswidriges Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer festgestellt. Fußgänger, die einen markierten Überweg erkennbar benutzen wollen, haben ohne Wenn und Aber unbedingten Vorrang. Der Auto- oder Motorradfahrer hat anzuhalten und zu warten. Auch Verstöße gegen diese Bestimmung werden ausnahmslos in Form der Anzeigenerstattung verfolgt.

Abschließend merkt EPHK Hermann Vogelgsang an, daß das Ziel der Polizei nicht das Abkassieren der Autofahrer, sondern der Schutz der Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zur und von der Schule ist. Die kontrollierenden Beamten wissen sehr wohl, daß die meisten Verstöße gegen die vorgenannten Vorschriften in den allermeisten Fällen aus Unachtsam- beziehungsweise momentaner Gedankenlosigkeit begangen werden. Aber gerade deswegen ist es notwendig, die Verkehrsteilnehmer entsprechend zu sensibilisieren, eben auch durch Überwachungsmaßnahmen.  Vogelgsang:„Es ist die Aufgabe der Polizei, für die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Regeln zu sorgen.“

 

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