Rekord? Sitzung in 30 Minuten erledigt!

Es bleibt dabei: 100 Prozent Ökostrom für die öffentlichen Einrichtungen – Natur vom Reißbrett

Planierte Baugrube für den Geisenhausener Bauhofs-Neubau

Die Baumeister können beginnen…

Geisenhausen. Bürgermeister Josef Reff weilte am Dienstag Abend noch mit seinen Amtskollegen aus dem Landkreis in einem Seminar, also leitete 2. Bürger-meister Siegfried Kaschel die Sitzung des Marktgemeinderates. Und ihm gelang wohl ein neuer Rekord mit einer der kürzesten Sitzungen des Gemeinderates, die der Markt je gesehen haben dürfte, da der Beratungspunkt „Breitbandausbau – Ergebnis des Auswahlverfahrens zur Bestimmung eines Netzbetreibers“ von der Tagesordnung genommen werden mußte. Die rechnerische und inhaltliche Prüfung der beiden abgegebenen Angebote durch das Planungsbüro machte Rückfragen bei den Bietern erforderlich und die konnten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Damit war der Weg frei für eine nicht ganz dreißigminütige Sitzung.

Einstimmig beschlossen die Marktgemeinderäte den 1. Bürgermeister zu ermächtigen, dem jeweils mindestbietenden Unternehmen den Auftrag für die Holzbauarbeiten und für die Zimmererarbeiten für den Bauhofneubau zu erteilen. Da der Baugrubenaushub bereits erledigt ist und im Abschluß an die Baumeisterarbeiten mit den Holzarbeiten begonnen werden soll – soweit keine Brandwände erforderlich sind, ist die Aufstockung des Obergeschosses in Holzständerbauweise vorgesehen – und die Firmen einen zeitlichen Vorlauf zur Baustelleneinrichtung benötigen, wäre eine Beschlußfassung zur Auftragsvergabe in der Maisitzung zu spät geworden. Da die Submission der beiden Gewerke erst gestern, also einen Tag nach der Sitzung stattfand, konnte das Gremium jedoch nicht selbst entscheiden. Wortmeldungen gab es dazu keine, also war der Beschluß schnell gefaßt.

Vor drei Jahren war beschlossen worden, sich der Empfehlung des Bayerischen Gemeindetags (BayGT) anzuschließen und die Ausschreibung der Stromlieferung für die Jahre bis 2016 der KUBUS Kommunalberatung und Service GmbH im Rahmen einer Bündelausschreibung zu übertragen. Diese Vorgehensweise habe sich bewährt, wie 2. Bürgermeister Kaschel kurz erläuterte. Aufgrund der derzeitig günstigen Marktdaten empfahl der BayGT eine möglichst frühzeitige Beschaffung für die Lieferperiode 2017 bis 2019, was mit der einstimmigen Annahme dieser Empfehlung vom Marktgemeinderat jetzt auch beschlossen wurde.

Konsequent der ökologischen Zielsetzung der Gemeinde folgend, soll auch für die neue Lieferperiode ausschließlich Ökostrom bezogen werden. Da die Vorbereitung der Ausschreibung über ein webbasiertes Portal geschieht, wurde die Verwaltung damit beauftragt, alle Daten der Abnahmestellen im geforderten Format zu erfassen bzw. auf Vollständigkeit zu prüfen und zu ergänzen.

Bayerische Natur gibt es im 21. Jahrhundert nur noch vom Reißbrett. Bei der letzten Bürgermeisterversammlung war vom Regionalen Planungsverband der Vorentwurf einer Tekturkarte zum Bereich „Natur und Landschaft“ zum Regionalplan der Region Landshut ausgehändigt worden. Die Karte weist, wie der stellvertretende Bürgermeister erläuterte, „regionale Grünzüge aus, die von Bebauung frei zu halten sind.“ Der Markt Geisenhausen ist durch einen vorgesehenen Grünzug entlang der Kleinen Vils betroffen. Der Vorentwurf soll als Diskussionsgrundlage für eine „formlose Rückmeldung“ der Gemeinden dienen. Zumindest aus Geisenhausen wird die – so beschlossen es die Räte einstimmig – zustimmend ausfallen.

Nachdem noch einige Termine – wie auf dieser Seite in der Kategorie „In aller Kürze“ nachzulesen – bekanntgegeben waren und die Teilnehmerliste für das Auftaktgespräch der ISEK-Lenkungsgruppe am 4. Mai weitgehend diskussionslos durchgewunken werden konnte, war das Sitzungsende für die Öffentlichkeit erreicht.

 

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