Schwerer Unfall fordert sechs, teilweise schwerst Verletzte

Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz – Über 250.000 EUR Sachschaden

Geisenhausen. Gestern Abend fuhr gegen 17 Uhr ein 34jähriger Mann mit seinem Audi A 6 Avant von Vilsbiburg kommend in Richtung Landshut. Mit im Fahrzeug befand sich als Beifahrerin eine 33jährige Frau sowie ordnungsgemäß auf dem Rücksitz in einem Schalensitz die 5jährige Tochter der beiden. Zwischen der Ausfahrt Geisenhausen Mitte und Geisenhausen Nord geriet der Wagen aus bislang noch unbekannten Gründen ohne Beteiligung Dritter auf die Gegenfahrbahn. Zu diesem Zeitpunkt kam der Familie ein 58jähriger Mann mit seinem Sattelzug entgegen. Dieser versuchte noch nach rechts soweit als möglich auszuweichen, konnte jedoch den Zusammenprall mit dem Audi auf seiner linken Frontseite nicht mehr verhindern.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde zum einen der Audi um seine eigene Achse gedreht und dann von einem dem Lkw nachfolgenden Citroen mit dessen Frontseite an der rechten vorderen Seite erfaßt. Dieser Pkw war mit zwei Personen, dem 66jährigen Lenker, sowie einer 60jährigen Beifahrerin besetzt. Der Citroen kam nach rechts von der Fahrbahn ab und auf der Böschung zum Stehen, der Audi auf der Fahrbahn.

Durch den Zusammenprall mit dem Pkw war bei der Zugmaschine des Sattelzuges der vordere, linke Reifen geplatzt, wodurch das Fahrzeug nach links von der Fahrbahn abkam, kippte und mit der linken Seite auf der Böschung liegend zum Stehen kam.

Zum gleichen Zeitpunkt versuchte ein nach dem Audi aus Richtung Vilsbiburg kommender Fahrer eines VW Caddys dem Unfallgeschehen auszuweichen. Der 34jährige Mann geriet mit seinem Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab und kam in der Böschung zum Stehen.

Im unfallverursachenden Audi wurden alle drei Insassen schwer verletzt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Vilsbiburg, Klinikum Landshut sowie die Kinderklinik Landshut verbracht. Der Fahrer des Citroen wurde bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Landshut-Achdorf verbracht. Dessen Beifahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen und mußte mit dem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik Regensburg geflogen werden. Der Fahrer des VW Caddy erlitt leichte Verletzungen.

Beide Beifahrerinnen mußten durch die Feuerwehren Vilsbiburg und Geisenhausen mit Rettungsspreitzern aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Am Unfallort waren mehrere Rettungswägen, zwei Notärzte sowie zwei Rettungshubschrauber im Einmsatz. Von den Beamten der Polizei Vilsbiburg wurde eine Vollsperre der B 299 angeordnet, die durch die Feuerwehr Geisenhausen durchgeführt wurde.

Auslaufender Dieselkraftstoff in einer Menge von mindestens 200 Litern gelangten in eine parallel zur Fahrbahn verlaufende Regenablaufrinne und drohte in die Vils zu gelangen und dort größeren Schaden anzurichten. Durch das schnelle und beherzte Eingreifen des hinzugezogenen Fachmannes vom Wasserwirtschaftsamt Landshut in Form von Ausbaggern von Erdreich sowie die Errichtung von Ölsperren durch die Feuerwehr Geisenhausen konnte dies gerade noch erfolgreich verhindert werden.

Der Audi und der Citroen haben nur noch Schrottwert, der Lkw wurde schwer, der VW Caddy leicht beschädigt. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich nach ersten, vorsichtigen Schätzungen auf ca. 250.000 EUR. Die Bergung der Fahrzeuge, insbesondere des Lkw gestaltete sich schwierig und langwierig. Hierzu mutte unter anderem auch ein Autokran eingesetzt werden. Die Vollsperrung der B 299 dauerte bis weit nach Mitternacht an.

Zur Erforschung des Unfallhergangs wurde durch die Staatsanwaltschaft Landshut die Hinzuziehung eines Gutachters zur Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens angeordnet. Alle Fahrzeuge wurden hierzu durch die Polizei sichergestellt.

 

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