Skopje: Um eine Erfahrung reicher

mare ossner bei ihrem kickbox-em-auftritt 2017 in skopje

Diesmal ging die Taktik nicht auf: Marie Oßner (rechts) war nur ein kurzer Auftritt bei der EM 2017 in Skopje beschieden

Zurück von der Europameisterschaft im Kickboxen

Skopje/Geisenhausen. Zwar leider nicht den Titel, aber dafür an Erfahrung hat Marie Oßner vom KSV Geisenhausen auf der Kickbox-Europameisterschaft der Jugend und Junioren in Skopje gewonnen. Marie war gut vorbereitet und entschlossen, alles zu geben, am 3. September mit der deutschen Nationalmannschaft nach Mazedonien gereist, um in der Klasse „Juniorinnen Pointfighting -55 kg“ auf Titeljagd zu gehen. Ein langes Wettkampfjahr, in dem sie sich für das Turnier qualifizieren mußte und eine harte, disziplinierte Vorbereitungszeit sollten sich nun auszahlen.

Mit der Auslosung vor Ort kam jedoch der erste Schock: Oßner traf gleich in der ersten Runde auf die amtierende Weltmeisterin in der Gewichtsklasse. Zusammen mit den Bundestrainern legte sich Marie eine Strategie für den ersten Wettkampftag zurecht. Auf der Kampfmatte ging die taktik dann jedoch nicht ganz auf und tragischerweise waren sich nach dem Kampf alle einig: Schuld an Maries Niederlage war nicht ihre sportliche Unterlegenheit. Marie bringt es selbst direkt nach der Begegnung auf den Punkt: „Ich hab sie einfach überschätzt“.

Erfreulich für die zunächst zutiefst enttäuschte Marie war aber, daß sie vom Bundestrainergespann ausgewählt wurde, um am Ende des Turniers im Teamkampf für Deutschland anzutreten. Für diesen Wettbewerb schicken die Nationen je drei Jungen und ein Mädchen ins Rennen. Es werden dann vier Kämpfe ausgetragen und die Punkte aus den Begegnungen laufend addiert. Marie ergriff die Chance, um noch einmal zu zeigen, was sie zu bieten hat und fegte direkt das von den Spaniern ausgewählte Mädchen mit 10:0 von der Matte. Gegen das seit Jahren bekanntermaßen bärenstarke Team aus Ungarn konnte sich das deutsche Viergespann dann allerdings nicht mehr durchsetzen.

Mit gemischten Gefühlen trat Marie also die Heimreise an. Sicherlich wäre ein Medaillenerfolg der verdiente Lohn für ihre harte Arbeit gewesen, allerdings nimmt es die KSV-Kämpferin sportlich. Die Niederlage, so erklärte sie, sei nur ein kleiner Rückschlag und damit auch ein Ansporn, daran zu wachsen und in den nächsten Jahren noch stärker wiederzukommen.

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.