Turnhallendach wird zum Kraftwerk

Aber nur abgespeckte Variante für den Erhalt der Bäume

Turnhallendach Geisenhausen

Der obere Dachanteil der Schulturnhalle wird beidseitig zum Sonnenkraftwerk umgebaut.

Geisenhausen. Auf das Dach der großen Turnhalle soll eine Photovoltaikanlage. Nach der vorliegenden Wirtschaftlichkeitsberechnung würde sich die Investition nach ca. 8 Jahren amortisieren. Als rechnerischer Ertrag wurden ca. 131.000 kWh/a ermittelt, der nutzbare Eigenverbrauch der Turnhalle kann mit 40.000 kWh/a angesetzt werden. Erforderlich wäre es, wegen der Beschattung sechs Bäume zwischen Grundschule und Turnhalle zu entfernen. Das war die Ausgangssituation für die Beratungen im Marktgemeinderat am Dienstagabend. Wie in der Sitzung deutlich wurde, würde der Vorschlag, Bäume auf dem Gelände zu fällen, um eine optimale Auslastung einer das ganze Dach bedenkenden PV-Anlage zu ermöglichen, keine Zustimmung finden. Johann Hochholzer, ortsansässiger Fachmann für derlei Anlagen, hatte als Alternative die Wirtschaftlichkeit für eine die Vordächer außen vorlassende, „abgespeckte“ PV-Anlage errechnet. Mit 40.000 kWh/a Eigenverbrauch und dem Verkauf des Reststroms würde sich eine solche Anlage nach rund zehn Jahren amortisiert haben. Leitungsbautechnische Probleme verhindern eine Eigenversorgung der Grundschule, wobei eine sich abzeichnende Lösung in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Stromversorger denkbar wäre.

Nach bisherigen Erfahrungen werden auch gerne von fehlgeleiteten Zeitgenossen Gegenstände wie zum Beispiel ein Pflasterstein aufs Dach geworfen. Daher hatte sich die Verwaltung bereits in den sitzungsvorbereitenden Empfehlungen dafür ausgesprochen, die beiden unteren Dachhälften von einer PV-Anlage frei zu halten. Nachdem die Fragen nach der Erfordernis einer statischen Berechnung der Tragfähigkeit der Dachkonstruktion (bei 18 kg Gewicht auf 1,5 qm Dachfläche nach Auskunft des Fachmanns nicht erforderlich), der Blendeinwirkung auf die gegenüberliegenden Schulräume (bei 8 Grad Dachneigung faktsich nicht vorhanden) und sich einige Marktgemeinderäte stellvertretend für ihre Ratskollegen für den Erhalt der Bäume ausgesprochen hatten, ergab sich ein einstimmiges Ergebnis: die Photovoltaikanlage wird in der „abgespeckten“ Variante gebaut. Eine Ausschreibung soll baldmöglichst erfolgen.

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