Turnierauftakt für den KSV Geisenhausen fast maßgeschneidert

Bayernpokal: Flieser mit Gold im Leichtkontakt – Marie Oßner gewinnt die Masterclass

Marie Oßner

Marie Oßner – erfolgreich in zwei Gewichtsklassen, Sieg in der Masterclass und Silber bei den Erwachsenen.

Geisenhausen/Rödental. Das Wettkampfjahr 2016 hat begonnen. Nach einer erholsamen Winterpause traten die Kickboxer des KSV Geisenhausen am 30. Januar zum Kräftemessen beim offenen Bayernpokal in Rödental in Franken an. Das Trainerteam um Vereinschef Rudi Brunnbauer schickte sieben KSV Kämpfer an den Start, um in die neue Wettkampfsaison einzusteigen. Und von Zurückhaltung war keine Spur: Es ging hart und knapp her im Kampf um die Goldmedaillen.

Besonders Marie Ossner konnte gar nicht genug davon bekommen. Die erst 16jährige stellte sich zunächst den gleichaltrigen Juniorinnen bis 55 kg und bis 60 kg.In ihren Fights errang sie einen souveränen Sieg nach dem anderen und sicherte sich zweimal den ersten Platz. Doch damit nicht genug, sie nahm es zusätzlich mit den Erwachsenen in der Damenklasse bis 55 kg auf und konnte sich bis ins Finale kämpfen. Fürs Erste mußte sie sich hier Carolin Sumski aus Niedernhall geschlagen geben, doch Marie bekam eine zweite Chance in der Masterclass spät am Abend. Immer die beiden besten einer Gewichtsklasse durften um 300 EUR Preisgeld kämpfen und diese Chance ließ sich das junge Günzkofener Talent nicht nehmen. Ein an Spannung nicht zu überbietender Kampf mit der sichtlich überraschten Favoritin Sumski brachte am Ende Marie als Siegerin hervor.

Auch in allen anderen Kategorien mit Geisenhausener Beteiligung findet man fast immer einen KSV-Starter auf den vorderen Rängen. Die „Kleinen“ legten vormittags im Pointfighting steil vor: Antonia Landeck sicherte sich den ersten Platz in ihrer Gewichtsklasse bis 28kg der sech- bis 12jährigen Mädchen und holte noch den 3.Platz in einer Klasse. Alex Korejwo lernte schnell aus seinen Fehlern, die ihn in der Klasse bis 42 kg der sechs- bis 12jährigen Jungs ausscheiden ließen und machte alles wett, als er sich in der nächstschwereren Kategorie bis ins Halbfinale kämpfte und am Ende im Kampf um Platz 3 Bronze nach Geisenhausen holte.

Die Bayernpokal-Auswahl des KSV Geisenhausen

Coach Rudi Brunnbauer mit der Bayernpokal-Auswahl des KSV Geisenhausen

Ilayda Kiskanc bekam es mit einer unwahrscheinlich stark besetzten Klasse zu tun und konnte in hochklassigen Kämpfen gegen Mitglieder des Jugend Nationalkaders wichtige Kampferfahrung sammeln und auf sich aufmerksam machen, leider reichte es jedoch nicht für eine Platzierung. Florit Shala feierte nach langen Jahren ohne Kickboxen sein Comeback auf der Kampfmatte und hatte ähnlich hochklassige Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse bis 84 kg der Junioren. Die Freude, wieder zurück zu sein, schien ihn aber sichtlich zu beflügeln und er überraschte mit zwei souveränen Siegen und dem ersten Platz. Bei den Junioren im Leichtkontakt startete Islam Hodchiev und er hatte im Finale knapp das Nachsehen. Mit Silber wurde er für seine beherzte Kampfweise belohnt.

Gold im Leichtkontakt, Silber und Beronze im Pointfighting für Katahrina Flieser.

Gold im Leichtkontakt, Silber und Beronze im Pointfighting für Katahrina Flieser.

Bei den Erwachsenen schließlich, war Katharina Flieser mit angereist. Die erfolgreiche Pointfighterin versuchte sich zunächst im Leichtkontakt der Damen bis 65 kg und ließ ihren Gegnerinnen keine Chance – ganz klar verdiente sich Katharina die Goldmedaille. Später am Tag trat sie auch im Pointfighting an, um sich mit weiteren international erfolgreichen Gegnerinnen zu messen. Sie kämpfte sich ins Finale beziehungsweise Halbfinale ihrer beiden Kategorien vor und hatte dann jedoch zweimal knapp mit einem Punkt das Nachsehen, so daß sie noch Silber und Bronze an ihre Medaillensammlung anhängen konnte.

Das KSV Wettkampfteam reiste mit zufriedenen bis überaus glücklichen Gefühlen – aber auf jeden Fall vom Wettkampftag erschöpft – aus Rödental ab. „Man gewinnt, oder man lernt,“ wie Rudi Brunnbauer am Ende des Tages feststellte. „Unter diesem Motto gilt es nun, zu trainieren und dann auf den kommenden Turnieren genauso gut bis noch besser aufzutreten, um weitere Erfolge in die niederbayerische Heimat holen zu können.“

 Fotos: KSV/Rudi Brunnbauer
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