„Wir dürfen nicht aufgeben, es geht weiter“

BI „stopB15neu“ gibt sich kämpferisch und siegt

Rote Karte für B15neu

Die „Rote Karte“ für die B15neu-Pläne

Geisenhausen. MdL Rosi Steinberger; GRÜNE, der Geisenhausener Altbürgermeister und FW-Kreisrat Robert Maier und Adlkofens Bürgermeisterin Rosa-Maria Maurer zählten neben einigen weiteren Gemeinderäten der von den Trassenplanungen zur B15neu betroffenen Gemeinden zu den bekanntesten Teilnehmern an der Jahresversammlung der „Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg – Rosenheim e.V:“ – wohl besser bekannt als BI „STOP B15neu“. Die, ebenso wie alle anderen Vorstandsmitglieder, in der Neuwahl für weitere zwei Jahre im Amt bestätigte Vorsitzende der B15neu-Gegner, Gisela Floegel, gab sich in ihrem Ausblick kämpferisch und versprach weiterhin mit vollem Einsatz für die gemeinsame Sache einzutreten. „Wir wollen die B15neu nicht – jetzt nicht und später nicht; hier nicht und nicht anderswo“, rief sie in den Saal und forderte die Versammlungsteilnehmer am Ende des Infobabends auf, der B15neu die Rote Karte zu zeigen.

Bayer Innenministerium

Ministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Wie schnell sich manche Bürger-Anliegen, auch von der Tragweite eines jahrzehntelang für unmöglich gehaltenen Stops für ein Straßenbauprojekt wie der „B15neu“ erledigen, ist der Widerstand erst einmal gefestigt und entschlossen genug, hat sich gestern gezeigt. Nur vier Tage nach der Jahresversammlung verkündete Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann in einer Kabinettssitzung den Verzicht auf die Anmeldung einer Platzhaltertrasse der Bundesstraße „B15 neu“ zwischen Landshut und Rosenheim und damit für die Anmeldung des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan.

Auch Landwirte

Protestschild eines Bauern 2014 bei der Scheitelaktion in Adlkofen

Mit dazu beigetragen hat letztendlich der in den letzten Wochen immer heftiger werdende Widerstand in der Bevölkerung zum Vorhaben. Kaum wurden in die Diskussion eingebrachte Trassen-Alternativen für das Teilstück zwischen Landshut und Rosenheim bekannt, schoßen neue Ortsgruppe der Bürgerinitiative buchstäblich wie Pilze aus dem Boden. Und selbst die neu betroffenen Mandatsträger der CSU machten mit den Bürgern gemein Front gegen den Weiterbau über die A92 hinaus. Von diesen Vorschlägen gab es gerade im Januar reichlich. 800 Mitglieder mit weiter anhaltend zunehmender Tendenz konnte die BI-Vorsitzende Gisela Floegel in Geisenhausen als Konsequenz daraus vermelden. Floegel: „Uns hat nichts Besseres passieren können, als diese neuen Trassenvorschläge“ zog sie von der Bühne aus lächelnd Resümee. Und ein solches, nur mit eingefrorener Mine, mußte am Montag nach der Kabinettssitzung auch Verkehrsminister Joachim Herrmann ziehen. „Es gibt keine konsensfähige Lösung für eine echte Neubautrasse“ ließ er in einer Pressemitteilung aus der Staatskanzlei vermelden. Die Bayerische Straßenbauverwaltung ziehe die Anmeldung einer Platzhaltertrasse der Bundesstraße „B15 neu“ zwischen Landshut und Rosenheim für den Bundesverkehrswegeplan daher zurück.

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