Wird „Naturerlebnisraum“ Rummelplatz für Bewegungsfreaks?

Naturerlebnisraum Geisenhausen

Der Naturerlebnisraum am Fimbach – links am Bildrand die bevorzugte Veranstaltungswiese von Fimbachblech

Geisenhausen. Der „Naturerlebnis- raum“ am Fimbach in Geisenhausen ist in seiner jetzigen Ausgestaltung ein beliebter Anziehungspunkt bei Jung und Alt. Er ist beliebter Veranstaltungsort der Musiker von „Fimbachblech“, die sich mit ihren Freiluft-Auftritten zunehmender Beliebt- heit erfreuen. Der „Naturerlebnisraum“ ist – wenn keine organisatorischen Gründe dazwischen kommen – auch einmal im Jahr Veranstaltungsort für die Ausstellung „Kunst im Biotop“ und er soll jetzt, als zusätzlichen Besucher-Magnet mit einem „Bewegungsparcours“ bereichert werden.

Wie in der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend im Rathaussaal deutlich wurde, sind die Verlockungen groß, den 60-Prozent-Zuschuß für eine solche Einrichtung über das LEADER-Programm abzugreifen (Bürgermeister Reff. „Wenn wir ISEK weiter-denken – jetzt gäb’s die Zuschüsse“). Laut lokaler Aktionsgruppe des Landkreises Landshut zum LEADER-Kooperationsprojekt „Bewegtes Niederbayern“ sollen in mehreren Orten solche Bewegungsparcours errichtet werden, die die gesundheitsorien-tierte Bewegung fördern, aber auch eine Möglichkeit für spielerische Freizeitgestaltung bieten. Da der Aktionsgruppe bis spätestens 4. September Bewerbung für solche Parcours vorliegen müssen, gab es Zeitdruck für den Rat. Das führte insbesondere für den vorzuschlagenden Standort einer solchen Einrichtung zu Schnellschüssen: Entlang der Vils ganz oder teilweise auf Kirchengrund; im Theobald-Park (Privateigentum) oder eben im „Naturerlebnisraum“, der sich im Eigentum der Gemeinde befindet.

Diesen Raum möchte die Gemeinde ohnehin vergrößern, hat bereits eine Fläche im Überschwemmungsgebiet dazu gekauft und verhandelt über weitere. Wie 3. Bürger-meister Franz Wolfsecker (CSU) kurz erläuterte, könne er sich keinen besseren Standort für eine solche Einrichtung vorstellen, die sicher eine Bereicherung für Geisenhausen darstellen würde. 2. Bürgermeister Siegfried Kaschel (SPD) empfahl dagegen, die ISEK-Vorschläge abzuwarten und liebäugelte mehr mit dem Bereich entlang der Vils. Bürgermeister Reffs Argumentation „in Verbindung mit dem Naturerlebnisraum ist das schon ein kleines Konzept“ überzeugte letztlich jedoch den Rat. „Wenn der Standort Fimbach passend ist“, so der Beschlußvorschlag des Rathauschefs, „dann wollen wir uns anmelden.“ Eine Formulierung, die ungeteilte Zustimmung fand.

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